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Mammutprogramm beim Weltcup-Turnier in Portimao / Portugal: 73 Gymnastinnen aus 37 Ländern waren im Mehrkampf der Meisterklasse angetreten, dazu kamen auch noch die Gruppen-Wettbewerbe.
Siegerin wurde Alina Kabaeva (RUS) mit 71,625 Punkten, gefolgt von Anna Bessonova aus der Ukraine (70,825) und zwei weiteren Russinnen, Vera Sesina (70,350) und Evgeniya Kanaeva (68,575) sowie der Weißrussin Inna Zhukova (67,625) auf Platz 5.
Klaudia Wittmann war jeweils am Ende ihrer Übungen mit dem Seil und mit den Keulen vom Pech verfolgt: diese beiden Durchgänge endeten für Klaudia mit Geräteverlusten, was immer jeweils einen halben Punkt kostet. “Der Rest ihrer Übungen war eigentlich ordentlich, so dass die Geräteverluste sehr, sehr schade waren und deutlich Plätze gekostet haben. Auch die anderen beiden Geräte waren stabil geturnt, so dass wirklich mehr drin gewesen wäre”, so DTB-Teamchefin Birgit Guhr. Und tatsächlich: zählt man zu Klaudias Mehrkampfnote (56,250) einen ganzen Punkt hinzu, wäre sie gleich fünf Plätze nach oben gerutscht... so jedoch wurde es Platz 34.
Auch Lisa Ingildeeva hatte sich bestimmt mehr versprochen als 55,050 Punkte und Platz 40 unter den insgesamt 73 Gymnastinnen. Für Lisa war es der erste internationale Wettkampf in diesem Weltspitzen-Feld seit ihrer langen Verletzungspause. Birgit Guhr: “Deutlich zu sehen waren große konditionelle Probleme bei Lisa. Vielleicht hat auch die sehr heiße Luft dazu beigetragen. Wie auch immer - daraus resultieren jedenfalls Fehler, die nicht zu übersehen sind.” Bemerkenswert allerdings, dass Lisa die höchste Einzelwertung ausgerechnet mit dem Seil erhielt, der Übung, die die höchsten konditionellen Ansprüche stellt. Sicher war im ersten Wettkampf auf diesem Parkett auch noch einige Nervosität dabei. “Wichtig für Lisa ist, wie sie es schafft, ihre sehr ordentlichen Trainingsleistungen auch wieder im Wettkampf umzusetzen”, so Birgit Guhr, “die Stimmen im Kampfgericht über Lisa waren sehr unterschiedlich, das kann man noch nicht so richtig orten.”
Außer Lisa Ingildeeva hatten auch mehrere andere bekannte Gymnastinnen in Portimao ein Comeback. Am erfolgreichsten war dies bei Almudena Cid Tostado, der außerordentlich beliebten Gymnastin aus Spanien. Sie konnte einen ausgezeichneten 14. Platz erreichen. Und auf Platz 23 landete Laura Zacchilli aus Italien, die ebenfalls schon lange nicht mehr bei solchen internationalen Wettkämpfen zu sehen war.
Auch in den Gerätefinals war Olympiasiegerin Alina Kabaeva die erfolgreichste Gymnastin. Sie siegte mit Seil und Keulen, wurde Zweite mit dem Reifen und Dritte mit dem Band. Im Finale Reifen siegte Olga Kapranova (interessant, denn dies war das einzige Finale, in dem sie vertreten war). Mit dem Band siegte Anna Bessonova. Sie war zugleich Zweite mit Seil und Keulen sowie Vierte mit Reifen.
Nicht nur die deutschen Einzelgymnastinnen hatten sich in Portimao bessere Ergebnisse erhofft, auch für die Deutsche Nationalgruppe aus Wattenscheid lief es nicht nach Wunsch. Unter den insgesamt 20 Gruppen gab es nur einen enttäuschenden 17. Platz und damit natürlich auch keine Finalteilnahme. Es siegte die Nationalgruppe aus Russland (33,550) vor Bulgarien (32,000) und Weißrussland (30,975). Die deutsche Gruppe erhielt 23,775 Punkte. Teamchefin Birgit Guhr: “Unsere Mädchen können sehr gut durch die Übung kommen, aber im ungünstigen Fall auch sehr fehlerhaft. Der größte Schock für alle hier war die Gruppe aus Italien, die nach der Seilübung auf dem zweiten Platz lag und dann eine derart schlechte Reifen-Keulen-Übung präsentiert hat, dass sie auf den zehnten Plaz abrutschte. Ähnlich ging es auch unseren deutschen Mädchen. In der Seilübung waren gar nicht mal so viele, in der Reifen-Keulen-Übung dann aber viele und vor allem sehr große Fehler. So rutscht man dann kräftig abwärts in der Siegerliste.” Die Mannschaft aus Russland gewann auch beide Finals.
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| letzte Änderung: 24. November 2007 | Copyright © 2007 Ulrich M. Mehringer, Thomas Schütte |