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Rhythmische Sportgymnastik Fellbach-Schmiden im Olympiastützpunkt
Stuttgart

Gaumeisterschaften im Turngau Rems-Murr


(Foto: Schütte)

links das eigene Trainingszentrum mit 2 Flächen, 2 Balletträumen, Kraftraum, 3 Büros, Regie, Wellnessbereich mit Sauna, Tauchbecken, Massageraum, eigenen Therapieeinrichtungen (Strom, Ultraschall, Magnetfeld, Fango), großer Besprechungsraum mit Küche, 3 Umkleiden mit Duschen, Toiletten, 3 Geräteräume, Abstellraum

rechts das Gymnastik Forum Fellbach (3-fach-Sporthalle) mit 1 Trainingsfläche im mittleren (erhöhten) Bereich, Sanitäreinrichtungen etc., zugleich Austragungsort für Wettkämpfe mit großer ausfahrbarer Tribüne, Restauration u.s.w.

weiterhin stehen die Räumlichkeiten des Kunst Turn Forums Stuttgart und der Molly-Schauffele-Sporthalle Stuttgart (am OSP, 2 bis 3 Trainingsflächen) zur Verfügung.

Schmiden will Sitz der Nationalmannschaft werden

(Quelle: Pressedienst Schwäbischer Turnerbund vom 20.02.2008)

Deutschlands Sportgymnastinnen erleben die Olympischen Spiele in Peking nur am Fernsehschirm - gescheitert in der Qualifikation. Der Blick geht nach vorne: 2011 muss mit der Gruppe bei der WM ein Platz unter den Top Ten her, dann ist London 2012 geschafft. Wenn nicht, sieht es finster aus um die Zukunft dieser Sportart in der Bundesrepublik. Derzeit bemht man sich im DTB darum, für diese Herausforderung die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu gehrt auch die Einrichtung eines Nationalmannschafts-Stützpunktes, die der Verband nun unter den Bundesstützpunkten Schmiden, Wattenscheid, Halle/Leipzig und Bremen ausgeschrieben hat. Vom nächsten Schuljahr an soll die Elite der Einzel- und Gruppengymnastinnen der Meisterklasse (Jahrgang 1992 und älter) gemeinsam an diesem Nationalmannschaftszentrum trainieren und betreut werden. Die Bewerbungsfrist läuft bis Ende März, Mitte April wird entschieden. Beste Voraussetzungen und entsprechend gute Aussichten hat der Bundesstützpunkt Fellbach-Schmiden, Landesleistungszentrum des Schwäbischen Turnerbundes mit Teilzeitinternat. Stützpunktleiter Michael Bürkle ist denn auch optimistisch: "Ich denke, wir sind im Moment der Stützpunkt, der insgesamt am besten aufgestellt ist, ein solches Nationalmannschaftszentrum zu verwirklichen", sagte er bei einer Pressekonferenz in Schmiden. Team-Chefin Birgit Guhr hat einen Anforderungskatalog aufgestellt, den der Bewerber Fellbach-Schmiden optimal erfüllt. Die Vorgaben zur Infrastruktur - optimale Hallenbedingungen, gute Anbindung an Schulen, Versorgung in einem Internat sowie erstklassige medizinische und physiotherapeutische Betreuung - können als erfüllt abgehakt werden. Ein erstklassiges Team um Cheftrainerin Galina Krylenko und Elena Khadartsev, die verantwortliche Trainerin des Kaders fr die Jugend-Europameisterschaften, betreut bereits seit Jahren die Einzelgymnastinnen. Die Gymnastinnen können die verschiedenen Einrichtungen wie Internat, Schule und Trainingshalle in weniger als fünf Minuten erreichen, ohne eine Straße überqueren zu müssen. Alles Vorteile, die schon bisher zahlreiche Gymnastinnen aus anderen Regionen Deutschlands nach Fellbach-Schmiden gezogen haben. Der Mehrheit der jungen Bundeskaderathletinnen würde bei einer Entscheidung des DTB für Fellbach-Schmiden ein Umzug mit der kompletten Familie oder die Trennung vom Elternhaus erspart bleiben, was den meisten Eltern ein großes Anliegen ist. Weitere Vorteile: Die Juniorinnen könnten problemlos unter den gleichen Trainingsbedingungen in den Seniorinnen-Bereich wechseln. Möglich wäre auch, dass sich Einzelgymnastinnen der Gruppe anschließen, wenn entsprechende Leistungsvoraussetzungen vorliegen, dass sich Gruppengymnastinnen umorientieren und auf Einzelbungen mit allen Geräten (Mehrkampf) spezialisieren. Gerade in dieser Vielfalt am gleichen Ort liegt einer der größten Vorteile für Fellbach-Schmiden. Bisher war die Belastung für die Mädchen und deren Familien doch sehr groß, wenn sie bis zu dreimal umziehen müssen, um erst als Juniorin trainiert zu werden, in die Seniorenklasse eines entfernten Stützpunktes aufzusteigen und gegebenenfalls nochmals zur Gruppe nach Wattenscheid zu wechseln. Die damit verbundenen, manchmal problematischen Schulsystemwechsel erschwerten bisher erheblich die Bedingungen der Gymnastinnen. Zwei hauptamtliche Mitarbeiter des Internats kümmern sich in Fellbach-Schmiden intensiv um die jungen Gymnastinnen, die Köchin des Internats ist auf deren besonderen Speiseplan eingestellt und auch in der Cafeteria der Schule gibt es für die Kaderathletinnen gesundes Essen. Einer längeren Bindung junger Gymnastinnen an den Spitzensport wäre der Weg geebnet: London würde ein Stückchen näher rücken...


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letzte Änderung: 26. April 2008 Copyright © 2008 Ulrich M. Mehringer, Thomas Schütte