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Rhythmische Sportgymnastik Fellbach-Schmiden im Olympiastützpunkt
Stuttgart

Meldungen 2002


1999 * 2000 * 2001 * 2002 * 2003

Isabell Piepiorro wechselt in die Nationalgruppe

Isabell Piepiorra folgt ihrer Vereinkollegin Sandra Machate nach Wattenscheid, um dort in der Nationalgruppe zu trainieren. Damit folgt sie einer Nominierung durch Bundestrainerin Livia Medilanski.

Der Grund für den Wechsel vom Einzel zur Gruppe liegt in der deutschen Olympia-Qualifikation für Athen 2004. Nach Einschätzung des Deutschen Turnerbundes liegt eine Einzel-Qualifikation für Athen 2004 in unerreichbarer Ferne. Stattdessen konzentriert sich der DTB voll auf die Gruppe und bündelt dort die besten Gymnastinnen. Auch Olga Lukjanow, bisher im Einzel am Start, trainiert bereits in der Nationalgruppe.

Dadurch wird Deutschland bei den Europa-Meisterschaften in diesem Jahr nicht in Granada vertreten sein. Dafür sollen im nächsten Jahr bei der EM in Riesa die Früchte der Arbeit gezeigt werden, und zwar vor heimischem Publikum.

Viel Erfolg in der "neuen Heimat" in Wattenscheid und in der Gruppe.

(Ulrich M. Mehringer, 15. Oktober 2002)

Isabell Piepiorra gibt ihren Einstand beim Berlin World Cup

Isabell Piepiorra nahm in diesem Jahr zum ersten Mal am Berlin World Cup teil, der dieses Mal im Rahmen der Grand-Prix-Serie ausgetragen wurde.

Vor heimischem Publikum und ihrem Fan-Club aus Potsdam belegte sie im Mehrkampf am Samstag den 26. Platz. Annika Rejek, die Deutsche Meisterin im Mehrkampf, kam auf den 28. Platz. Die dritte Deutsche im Bunde, die bei den Deutschen Meisterschaften in Leipzig noch verletzte Olja Lukjanow, belegte den 13. Platz.

Viele Gymnastinnen, die in Berlin an den Start gingen, werden auch bei den Europameisterschaften wieder zu sehen sein. Zu ihnen zählten auch die in den letzten Monaten gesperrten Russinnen Alina Kabaeva und Irina Tchachina.

(Ulrich M. Mehringer, 29. September 2002)

Sandra Machate wechselt zur Nationalgruppe

Nach den erfolgreichen Deutschen Jugend-Meisterschaften im Rahmen des Deutschen Turnfestes in Leipzig wechselt Sandra Machate zur Nationalgruppe. Sandra wird ab Juni 2002 in Wattenscheid bei Carmen Weber zusammen mit den Gruppen-Gymnastinnen trainieren.

Sandra Machate beendete ihre Laufbahn als Einzel-Gymnastin in Leipzig mit dem fünften Platz im Vierkampf und dem zweiten Platz mit Reifen, Ball und Band und dem vierten Platz mit den Keulen.

Viel Erfolg mit der Gruppe und alles Gute für die Zukunft!

(Ulrich M. Mehringer, 29. Mai 2002)

Deutsches Turnfest in Leipzig

Deutsche Jugend-Meisterschaften

Der TSV Schmiden dominiert bei den Juniorinnen. Im Mehrkampf gingen die ersten drei Plätze an Lisa Ingildeeva, Eugenia Ramich und Raissa Feldmann. Auf Platz 5 folgte Sandra Machate. Sabrina Ricci erreichte den 12. Platz. Noemi Siciliano konnte verletzungsbedingt leider nicht an den Start gehen. Bei der Qualifikation hatte sie noch den 15. Platz erreicht.

Auch in den Geräte-Finals konnte Lisa Ingildeeva alle ersten Plätze erreichen. Den zweiten Platz mit den Keulen holte sich Eugenia Ramich. Die übrigen zweiten Plätze errang Sandra Machate. Raissa Feldmann erreichte mit Reifen und Band jeweils den dritten Platz.

Deutsche Meisterschaften

Isabell Piepiorra erzielte im Mehrkampf den zweiten Platz; hinter Annika Rejek vom TSV Bayer 04 Leverkusen. Cäcilia Suworowa erreichte den fünften Platz.

In den Geräte-Finals siegte Isabell mit dem Reifen vor Annika Rejek. Cäcilia wurde vierte. Mit Seil und Keulen wurde Isabell zweite; hinter Annika Rejek. Cäcilia kam mit den Keulen punktgleich ebenfalls auf den zweiten Platz. Mit dem Seil wurde Cäcilia vierte. Mit dem Ball kam Cäcilia auf den dritten Platz; vor Isabell auf dem vierten.

(Ulrich M. Mehringer, 29. Mai 2002)

15. Gymnastik International 2002

Lisa Ingildeeva vom gastgebenden Verein TSV Schmiden gewann mit 70,783. souverän den Mehrkampf der Juniorinnen (12 - 14 Jahre). Mit einem lupenreinen Wettkampf setzte sie sich an die Spitze des Feldes, ja sogar noch vor die favorisierte Russin Olga Peskicheva aus Moskau (67,232). In allen drei Handgeräten - geturnt wurde mit Reifen, Ball und Band - lag Ingildeeva vor Peskicheva und damit uneinholbar vorn. Auch Lisa ist in Russland geboren, lebt und trainiert aber seit vielen Jahren in Deutschland: zunächst in Berlin, jetzt im schwäbischen Schmiden. Nächstes Jahr wird sie 15 Jahre alt, gehört dann zur Aktiven-Klasse, kann aber international nur für Deutschland starten, wenn sie einen deutschen Pass bekommt. Da Lisa in Deutschland zur Zeit nahezu ohne Konkurrenz ist, hoffen alle Fachleute auf eine baldige Einbürgerung der jungen Spitzensportlerin.

1,5 Punkte Abstand zwischen den ersten beiden Plätzen, ja sogar fast 4 Punkte zwischen Platz zwei und drei: die beiden führenden Gymnastinnen setzten sich ungewöhnlich deutlich vom restlichen Feld ab. Dort ging es dann allerdings eng zu. Auf den Plätzen drei und vier zwei sehr starke Weißrussinnen aus Minsk: Natalia Redzko (63,365) und Evgenia Burlo (62,732). Im Feld der insgesamt 21 Juniorinnen war Deutschland auch hinter Ingildeeva gut vertreten. Eugenia Ramich, Sandra Machate und Raissa Feldmann (alle TSV Schmiden) erreichten die Plätze sechs, acht und neun. Daria Stolbin (TuG Leipzig) schaffte einen respektablen elften Rang, Gesine Ratfelder (SV Berlin) und Sabrina Ricci (TSV Schmiden) erreichten die Plätze 15 und 16.

Ein ähnliches Bild wie bei den Juniorinnen gab es auch im Vierkampf der Seniorinnen (Seil, Reifen, Ball, Keulen): Zwei Top-Gymnastinnen mit deutlichen Punktabständen, dahinter ein dicht gedrängtes Feld. Diesmal aber kam "die Unschlagbare" aus Moskau: Olga Kapranova (103,296) gefiel einfach, turnte sauber, grazil und mit ansprechender Musik. Ebenso konnte aber auch Olga Lukjanow (100,147) vom TV Wattenscheid 01 überzeugen: erstmalig war der westfälische Bundesstützpunkt mit einer Gymnastin in Schmiden vertreten, und ein Debut mit Platz zwei kann man als gelungen bezeichnen! Einen bis zuletzt spannenden Kampf gab es um die Plätze drei und vier. Madina Khamzina aus Kazachstan (95,514) ging als dritte aus diesem Duell hervor, auch wenn die weit angereiste Japanerin Tomoko Yoshida (94,613) der eindeutige Publikumsliebling des heutigen Mehrkampfs war. Schmidens Vorzeige-Gymnastin Isabell Piepiorra hatte leider einen schlechten Start erwischt. Zwar steigerten sich ihre Wertungen von Gerät zu Gerät um jeweils etwa einen ganzen Punkt, was in dieser Sportart Welten bedeutet, aber dennoch: Seil und Reifen waren zu schwach, um einen besseren als den siebten Platz der Mehrkampfwertung zu erreichen. Mit Ball und Keulen hatte sie immerhin die jeweils viertbeste Wertung. Platz acht ging an Annika Rejek (Bayer Leverkusen), Platz 13 an Cäcilia Suworowa (TSV Schmiden).

Ein schöner, fairer und stark besetzter Wettkampf war in Schmiden zu sehen. Leider ließ nur die Kulisse ein wenig zu wünschen übrig. Bei 16 Grad Außentemperatur hatte sich so mancher zum Spaziergang aufgemacht, statt in der Sporthalle die biegsamen Gymnastinnen zu bewundern!

Spannende Finals erlebte das trotz strahlenden Sonnenscheins zahlreich erschienene Publikum beim "Gymnastik International - Krystyna-Georgiew-Cup" in Fellbach Schmiden. Die Veranstalter hatten sich eine Neuerung in der Rhythmischen Gymnastik einfallen lassen: die Finals wurden in umgekehrter Wertungsreihenfolge ausgetragen, die jeweils stärkste Gymnastin aus dem Mehrkampf zuletzt. "Das hat Zukunft", wertete die Kampfrichterbeauftragte im Deutschen Turner-Bund, Birgit Guhr, "ich denke, dass in absehbarer Zeit alle Finals so ausgetragen werden sollten".

Bei den Juniorinnen hatten sich am Vortag Lisa Ingildeeva (GER, TSV Schmiden) und Olga Peskicheva (RUS, Moskau) auf den Plätzen eins und zwei deutlich vom restlichen Feld abgesetzt. Dieses Bild wiederholte sich auch in den Juniorinnen-Finals. Ingildeeva, die für den Gastgeber TSV Schmiden startet, konnte zwei Wettkämpfe für sich entscheiden (Ball und Band), Olga Peskicheva siegte mit dem Reifen.

Auch bei den Seniorinnen gab es im Mehrkampf ein Führungsduo: Olga Kapranov (RUS, Moskau) siegte über vier Geräte vor Olga Lukjanow (GER) vom TV Wattenscheid 01, dann folgte mit fast fünf Punkten Abstand das restliche Feld. Die Russin war im Vorfeld als Favoritin auch für die Finals eingestuft worden, konnte allerdings heute lediglich die Reifen-Ausscheidung gewinnen. In Topform zeigte sich dagegen Olga Lukjanow (Wattenscheid): Im Seilfinale siegte sie ebenso wie mit dem Ball, mit dem Reifen wurde sie Zweite. Mit den Keulen mussten allerdings beide Favoritinnen passen: Die Mehrkampf-Dritte Madina Khamzina aus Kasachstan entschied das letzte Finale für sich.

Lokalmatadorin Isabell Piepiorra vom TSV Schmiden, gestern Platz Sieben im Mehrkampf, hatte zwei Finals erreicht: mit dem Ball wurde sie Vierte, mit den Keulen Fünfte. Eine gute Leistung im starken internationalen Starterfeld. Dies befand auch Livia Medilanski, Bundestrainerin und DTB-Cheftrainerin, die erstmalig in der 15-jährigen Geschichte des "Gymnastik International" persönlich anwesend war.

(Thomas Schütte, 11. März 2002)

Vorbereitungen zum 15. Gymnastik International 2002

In diesem Jahr feiert nicht nur der TSV Schmiden sein 100-jähriges Bestehen, auch das internationale Turnier des TSV Schmiden in der Rhythmischen Sportgymnastik "Gymnastik International 2002" hat ein kleines Jubiläum.

Zum 15. Mal findet dieses sportliche Top-Ereignis des TSV Schmiden in der Sporthalle Fellbach-Schmiden statt. Inzwischen ist es nicht nur die größte Sportveranstaltung der Stadt Fellbach, sondern ist auch das zweitgrößte Turnier in der Rhythmischen Sportgymnastik in Deutschland. Ein Blick in die Siegerlisten zeigt, daß viele Namen, die später bei Welt- und Europameisterschaften oder bei Olympischen Spielen ganz oben auf dem Treppchen standen, ihr internationales Debut in Fellbach-Schmiden gegeben haben.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen uns Zusagen aus 15 Nationen vor, unter anderem von Japan und den derzeit führenden Verbänden in der Welt Rußland und Weißrußland. Auch die besten deutschen Gymnastinnen Olga Lukianov (TV Wattenscheid) und die Lokalmatadorin Isabell Piepiorra (TSV Schmiden) werden am Start sein und ihr Können und ihre Form in Hinblick auf die Europameisterschaften unter Beweis stellen.

Das Teilnehmerfeld verspricht auf alle Fälle hochklassigen Sport und spannende Wettkämpfe an beiden Veranstaltungstagen, zu denen wir Sie ganz herzlich einladen möchten.

(Ingrid Bauer-Bürkle, Februar 2002)


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letzte Änderung: 05. Februar 2005 Copyright © 2003-2005 Ulrich M. Mehringer